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Unter dem Doppelbock

Das Mezzo Mezzo in der Essener City ist ein Vorreiter lässiger mediterraner Ganztagskonzepte im Ruhrgebiet. Neu ist der Satellit an einem spannenden Standort: direkt am Weltkulturerbe Zeche Zollverein gelegen und individuell eingerichtet. Von Peter Erik Hillenbach

Gerd Rüsken von Stackchair für Mezzo Mezzo Gerd Rüsken von Stackchair für Mezzo Mezzo

Das Mezzo Mezzo ist seit etwa 15 Jahren als großzügig dimensioniertes, modern inszeniertes Ganztagskonzept in der Essener City bekannt: direkt neben Deutschlands größtem Kinosaal, der Lichtburg, gelegen und mit südländisch gestalteter Terrasse mit Blick auf Burgplatz und Dom gesegnet. Seit vergangenem September existiert ein Ableger an ebenso exponierter Stelle: Im Arbeiterstadtteil Katernberg eröffnete Georgios Gouziotis, Spross der Betreiberfamilie, sein eigenes Mezzo Mezzo direkt unter dem Doppelbock von Schacht XII auf Zollverein, dem Unesco-Weltkulturerbe.

Ein spannender Standort, wie Gouziotis erläutert: Denn einerseits verzeichnet Zollverein zwei Millionen Besucher und Touristen aus aller Welt im Jahr, was für den Gastronomen mit Herausforderungen wie Gruppenbuchungen, aber auch unangemeldeten Busladungen à 40 Personen verbunden ist. Zweitens haben sich im Dunstkreis von Zollverein Institutionen wie Ruhr Museum, Red Dot Design Museum, die Folkwang Universität der Künste oder die Stiftung Zollverein niedergelassen. Der Stadtteil Katernberg selbst hingegen ist kulturell wie gastronomisch eine Diaspora und das bisherige kulinarische Angebot bewegt sich qualitativ wie preislich eher auf Pommesbuden-Niveau – bis auf das etablierte Casino Zollverein mit seinem imposanten Interieur und seiner international vorzeigbaren Speisekarte. Im Jahr 2017 wird außerdem der Umzug der Verwaltung der Ruhrkohle AG von Herne auf das Zollverein-Gelände erfolgen, womit eine weitere Gästeklientel angesprochen wird, nämlich die Geschäfts- und Mittagsgäste.

Keine Schwellenängste

Georgios Gouziotis, 28 Jahre jung, ist gewappnet. Die geschilderte Gemengelage sieht er als Herausforderung. Umso wichtiger war ihm von vornherein, nicht nur sein gastronomisches Angebot, sondern auch seine Einrichtung an die unterschiedlichen Gäste-Erfordernisse anzupassen. Hierfür hat er sich als Partner den Möbelhersteller Stack Chair aus Lingen/Emsland ausgesucht, dessen Geschäftsführer Gerd Rüsken er bei einem Besuch der Intergastra in Stuttgart kennen lernte. „Die Ausstattung sollte nicht zu elitär sein“, steckt Gouziotis den thematischen Rahmen ab. „Und sie sollte an den industriellen Standort erinnern.“ Also bestimmen Stahl und Holz den Eindruck, punktuell unterstrichen mit behutsamen industriefolkloristischen Gestaltungselementen wie etwa großformatigen Fotos von der nahen Kokerei. Gewachste Dielen und blaue Sessel sorgen für ein durchaus elegantes Ambiente, das aber keine Schwellenängste aufbaut. „Die ruhrgebietstypische Theke sollte immer als Ankerpunkt dienen, sie bietet den Gästen Orientierung. Wir haben sie sogar noch vergrößert.“

Gerd Rüsken von Stackchair für Mezzo Mezzo

Gerd Rüsken von Stack Chair konnte sich im Mezzo Mezzo nicht nur als „Stühlelieferant“, sondern als kompetenter Komplettanbieter profilieren. Als dem Kunden die übernommene arg hölzerne Einrichtung nicht gefiel, brachte Rüsken gleich seine Innenarchitektin Stephanie Blume aus dem Oldenburgischen mit. Als klar wurde, dass Stühle dem Kunden nicht ausreichten, rückte Rüsken persönlich mit dem Maßband an und entwickelte individuell gefertigte Bänke. Und er wusste auch Rat, als Georgios Gouziotis keine hohen Stuhllehnen wollte – man sollte den Tisch gut sehen können und alles, was darauf steht.

Das Ergebnis ist maßgeschneidert. Bequeme, moderne, dennoch solide Halbschalenstühle mit Ledersitz und Stoffbezug laden zum entspannten Genießen ein. Rohe Ziegelwände bilden die Kulisse für eigenwillige Lampen, die an die Schreibtischlampen eines Bergassessors erinnern.

Auch das Verspielte kommt nicht zu kurz, etwa bei den Steppnähten auf den kunstledernen Bankrücken.

Positives Gästefeedback

Neben Stühlen, Banksystemen in verschiedenen Höhen, Theke, Tischen, Hochtischen, Hockern, Wandverkleidungen und Lampen stammen selbstredend auch die Outdoormöbel auf der Terrasse von Stack Chair. „Ohne Investitionen kann ich kein Geld verdienen“, begründet Gouziotis den umfassenden Auftrag. „Das Feedback der Gäste sagt mir, dass ich richtig liege.“ Kleiner und gemütlicher als das Mutterschiff in der trubeligen City sei das Mezzo Mezzo Am Zollverein. Hier habe der Gast die Zeit, sich ausführlich der Speiseund Getränkeauswahl zu widmen – das gute Bier stammt von der Privatbrauerei Jacob Stauder aus dem benachbarten Stadtteil – und individuelle, moderne Hauptgerichte zu attraktiven Preisen zu entdecken.

Mittagsgerichte gibt es schon ab fünf Euro, aber auch das Kotelett vom Duroc-Schwein oder der Skrei vom Grill liegen mit unter 20 Euro absolut im Rahmen. Vegane Zucchinispaghetti mit Cherrytomaten, amtliche Kalbsbäckchen mit Trüffelsauce, Kartoffelstampf und Möhrchen oder leise Zitate einer Ruhrgebietsküche, etwa bei den Cappelletti gefüllt mit Blutwurst in Apfel-Calvados-Sauce, machen den Gästen einfach Spaß. Zumal in diesem maßgeschneiderten Ambiente!

Profile

  • Das Mezzo Mezzo Am Zollverein ist der Ableger einer Essener Erfolgsgastronomie und wurde im September 2016 direkt am Unesco-Weltkulturerbe Zeche Zollverein eröffnet
  • Betreiber ist der 28-jährige Georgis Gouziotis
  • Geboten wird eine moderne mediterrane Küche mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Das maßgeschneiderte Interieur stammt vom Hersteller Stack Chair aus Lingen, der sich hier als Komplettanbieter empfiehlt
  • Platzangebot: innen 2 x 30 Plätze + 14 Plätze an Hochtischen, Festsaal; Außenterrasse: 75 Plätze

www.mezzomezzo.de